Beim Weltcupfinale platzt endlich der Knoten!

17.09.2013

Start U23 XC Worldcup Hafjell
Start U23 XC Worldcup Hafjell

Hoch im Norden fand am Wochenende das Finale des UCI MTB Worldcup statt. Die Strecke, auf der 2014 das WM Rennen ausgetragen wird, verlief auf der ehemaligen Olympia Skipiste in Oyer/Hafjell, etwas nördlich von Lillehammer.

Es gab erst einen langen und dann einen kürzeren, jedoch sehr steilen Anstieg, der Kurs war also konditionell anspruchsvoll, aber hatte auch seine technischen Schwierigkeiten.

Durch den ruppigen Untergrund mit vielen spitzen Steinen entschieden sich viele Fahrer für ihr Fully, aber ich fühlte mich auf meinem Bulls Black Adder 29" Hardtail sehr wohl.

 

Mit der Nationalmannschaft flogen wir mittwochs von Frankfurt nach Oslo und fuhren mit dem Mietwagen zu unseren Apartements direkt an der Rennstrecke.

Ich fühlte mich ganz gut und wollte die starke Spätform nutzen um endlich auch international noch ein gutes Rennen abzuliefern und in die Top25 zu fahren.

Das U23 Rennen startete um 16:30 und es waren 6 Runden zu fahren.

Da ich von Startplatz 55 startete, hieß es direkt mächtig Dampf zu machen um viele Positionen gutzumachen, was mir auch gut gelang - ich war nach der ersten Runde auf dem 19. Rang!

Ich fühlte mich super, musste nie komplett in den roten Bereich gehen, doch daher konnte ich schwer einzuschätzen wie ich mir das Rennen einteilen sollte.

Mit dem Französischen- und Belgischen Meister bildete ich eine Gruppe und merkte, dass ich am Berg stärker war.

Ich fuhr also mein eigenes Tempo, konnte auch bergab sauber fahren und riskierte so keine Defekte.

Ende der vierten Runde lag ich auf Rang 12, die Top10 vor den Augen! Was für ein Rennen...

In der vorletzten Runde konzentrierte ich mich darauf die Position zu halten doch mein Körper signalisierte mir, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen.

Am Berg bekam ich starke Krämpfe in der Beinmuskulatur und musste in der letzten Runde hart kämpfen um überhaupt noch auf dem Rad zu bleiben.

Ohne Gegenwehr musste ich die 2 Schweizer Stutzmann und Barben fahren lassen, kam aber auf einem wirklich guten 16. Platz ins Ziel!

Damit wurde ich dritter innerhalb meines Jahrgangs und war gleichzeitig dritter Deutscher.

Dieses Ergebnis war für mich unheimlich wichtig, ich konnte endlich zeigen was möglich ist, wenn ich fit bin und alles zusammenpasst.

Nach dieser schwierigen Saison gibt mir das Rennen die Gewissheit, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde und international schon vorne mitfahren kann.

 

DANKE an den BDR für die super Unterstützung in Norwegen, wie die ganze Saison über und meinen Nationalmannschaftskollegen für die gute Zeit und eine standesgemäße Worldcupfinal Party!

 

Hier findet ihr die Ergebnisse.

 

Gestern begann für mich ein neuer Lebensabschnitt, ich habe mein Studium an der Hochschule Pforzheim aufgenommen.

Die HS ist offizieller Spitzensportpartner und gibt mir die Möglichkeit den Sport und das Studium unter einen Hut zu bekommen und so die duale Karriere voran zu treiben!

 

Die wichtigen Rennen sind für mich nun vorüber, ich werde aber noch an der Deutschen Marathon Meisterschaft teilnehmen, diese findet fast vor der Haustüre, in Münsingen, statt.

Dort hoffe ich bei den Männern in die Top10 zu fahren und lasse die Saison dann eventuell beim Roc d´Azur in der Sonne ausklingen.

 

Ride on,

Martin