U23 Weltmeisterschaft Hafjell, Norwegen

Die Weltmeisterschaft stellt jedes Jahr den Saisonhöhepunkt dar, es ist der Wunsch jedes Sportlers sich für die WM zu qualifizieren, sein Land zu repräsentieren und sein persönliches Maximum abzurufen.

Ich war froh, nach einer guten und konstanten Saison für die WM nominiert zu werden. Nach 2011 und 2012 bei den Junioren war dies meine dritte Weltmeisterschaft und die erste in der U23.

Die Vorbereitung lief eigentlich optimal und so reiste ich sonntags zuversichtlich nach Norwegen.

Das U23 Rennen sollte am Freitag stattfinden und so hatten wir ausreichend Zeit auf der Strecke zu trainieren.

Ich kannte diese bereits vom letztjährigen Weltcupfinale und wusste was auf mich zukommt. Das Pannenrisiko ist wegen der vielen scharfen Steine enorm und man muss immer seine Linie treffen um keinen Defekt zu riskieren.

 

Ich erwischte einen super Start und konnte das Tempo um Platz 20 die ersten 2 Runden gut halten. Als es etwas langsamer wurde, fühlte ich mich immernoch richtig stark und kämpfte mich weiter nach vorne in eine größere Gruppe zwischen Platz 12 und 18. Gerade als es in die vierte von 6 Runden ging, wurde ich von einem Konkurrenten abgedrängt und musste eine alternative Linie wählen, welche mir zum Verhängnis wurde. Meinen Reifen schlitzte es an einem Felsen auf und ich musste in der Techzone halten und das Laufrad wechseln.

Ich verlor dadurch nicht allzu viel Zeit und Positionen, jedoch musste ich nach dem Stop erstmal wieder meinen Rythmus finden und mich neu motivieren. Gerade als ich mich mit meinen Kumpel Georg Egger wieder in die Top20 zurück gekämpft hatte - das nächste Missgeschick: Ich stürzte in einem steilen Downhill vor dem Ziel und verdrehte mir dabei den Lenker, musste wieder in die Techzone, um diesesmal das Vorderrad zu wechseln und fuhr die letzte Runde mit Schmerzen und einem gebrochenen Sattel.

Trotzdem konnte ich das Rennen auf dem 25. Platz beenden.

Natürlich war ich erstmal sehr enttäuscht, da ohne die 2 Defekte viel mehr möglich gewesen wäre. Ich hatte mich super vorbereitet, der Fokus war da und die Beine fühlten sich sehr gut an. Trotzdem gehören Defekte auch dazu und viele andere Fahrer hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Das Rennen wurde vom Niederländer Michiel van der Heijden gewonnen, Silber ging an den Franzosen Jordan Sarrou und Bronze an Howard Grotts aus den USA.

(Ergebnis)

(Bericht auf acrossthecountry)

Die Tage nach dem Rennen verbrachten wir mit Anfeuern der Männer und Frauen, tollen Biketouren rund um Hafjell und hatten viel Spaß beim Feiern mit allen anderen Nationen.

 

Auf der Heimreise erkältete ich mich etwas und hoffe nun, dass ich am Wochenende wieder fit genug bin, um beim Bundesligafinale um die Podestplätze kämpfen zu können!