Das Weltcupfinale wird von einer Tragödie überschattet

Das Weltcupfinale fand im Department Haute Savoie statt, im Skigebiet Méribel.
Um uns auf die Höhenlage (Start auf 1600m) vorzubereiten, verbrachte ich im Vorfeld eine Woche mit der Nationalmannschaft in Livigno

Die Strecke in Méribel ist technisch hoch anspruchsvoll, mit sehr vielen verblockten und ruppigen Passagen. Trotzdem fühlte ich mich im Training sehr wohl und freute mich auf den Eliminator Weltcup und das XC Rennen.

Leider zog ich mir bei einem Trainingssturz auf der Sprintstrecke ziemliche Prellungen am Oberschenkel zu.

Ich fuhr die Qualifikation mit angezogener Handbremse und kam als 23. weiter.

Nachdem ich im Achtelfinale hinter dem Weltcupführenden Fabrice Mels noch zweiter werden konnte, war für mich im Viertelfinale gegen Mels und Soto Schluss und ich wurde 16.

 

Das ganze Weltcup-Wochenende wurde jedoch vom tödlichen Sturz der Niederländerin Annefleur Kalvenhaar während der Sprint Qualifikation überschattet und der Sport rückte dadurch total in den Hintergrund.

Annefleur wurde nur 20 Jahre alt. Wir alle sind geschockt und können es einfach nicht fassen, auf der anderen Seite bin ich äußerst froh, dass ich die Möglichkeit hatte Annefleur besser kennen zu lernen und behalte Sie als einen frohen und vor Lebensfreude strahlenden Menschen in Errinnerung.

Zum Zeichen der Trauer und Anteilnahme bekamen alle Sportler eine Blume an die Startnummer und man merkte wie die große Weltcupfamilie zusammenrückte und sich gegenseitig Mut zusprach und tröstete.

 

Das XC Rennen verlief für mich nicht nach Plan. Mehrmals verpasste ich in der Feedzone die Verpflegung und konnte so nie ganz an mein Limit gehen und die Konzentration war nicht so da wie sonst. Ich fuhr das ganze Rennen konstant zwischen Platz 25 und 35, konnte jedoch nie Boden gut machen und finishte am Ende als 32.

Durch die Überseeweltcup und die Vorbereitung in der Höhe war ich aber sicher auch nicht ganz ausgeruht und weiß, dass ich in Richtung der WM trotzdem auf dem richtigen Weg bin.