An 5 Tagen durch den Schwarzwald - mein erstes Etappenrennen

 

Vom 14.-18. August bekam ich von meinem Team die Möglichkeit, mein erstes Mountainbike Etappenrennen zu bestreiten.

Die Vaude Trans Schwarzwald führte an 5 Tagen von Bad Wildbad über ein paar "Umwege" auf den Feldberg, wobei die Strecke zum Großteil auf Kieswegen verlief, aber auch ein paar Trails dabei waren.

Ich startete hervorragend, gegen Ende musste ich mit einem Defekt und müden Körper etwas Federn lassen, doch insgesamt kann ich mit dem 9. Rang in der Gesamtwerung wirklich zufrieden sein!

Wenn ihr wissen wollt wie es mir ergangen ist, findet ihr untenstehend zu jeder Etappe einen kurzen Bericht. Vielen Dank an das Team Bulls für den besten Support und eine gute, weil wirklich lustige Zeit!

 

Ergebnis

 

 

1. Etappe, Bad Wildbad - Wolfach, 95km - 1710hm

 

Sensationelles Finale mit Sprint auf Rang 4!!

Doch der Reihe nach...

Die ersten Kilometer verliefen ruhig, danach bildeten sich einige Gruppen, doch etwa bei Kilometer 70 lief alles wieder zusammen und ich fand mich in der ca. 10 köpfigen Spitzengruppe wieder. Auf den letzten 10km fühlte ich mich trotz fast 3h andauernder Rennzeit immernoch frisch und als Mennen, Kaufmann und Bauer attackierten und wegkamen fuhr ich zusammen mit meinem Teamkollegen Karl Platt hinterher.

Sein Tempo konnte ich nicht ganz halten, doch Bauer musste seiner Attacke Tribut zollen und kam von vorne zurück.

3km vor dem Ziel witterte ich meine Chance auf ein Top5 Ergebnis und zog bis ins Ziel durch.

Ein paar hundert Meter vor dem Ziel rutschte ich noch weg, doch ich rettete mich auf dem 4. Platz knapp vor Jochen Käß in Ziel! Ein perfekter Auftakt :)

 

2. Etappe, Wolfach - Schonach, 61km - 2300hm

 

35km Solofahrt!

Auf der diesjährigen Königsetappe, zumindest was die Steigungen anbelangt, bildete nach der ersten Engstelle eine 6-Mann Spitzengruppe, die ich leider verpasste.

Wir machten uns auf die Verfolgung, aber schon nach 15km standen wir mitten im Wald und hatten uns verfahren.

Es kamen immer mehr Fahrer und irgendwann fanden wir dann mit GPS den richtigen Weg...

Ich fühlte mich heute aber wirklich super und das zeigte sich am ersten langen Anstieg dann auch - ich verschärfte das Tempo und keiner konnte mitfahren, ich war also allein unterwegs. Die darauffolgende Abfahrt fuhr ich Vollgas und mein Abstand nach hinten verdoppelte sich fast, wobei die Spitzengruppe natürlich trotzdem außer Sicht blieb.

Ich zog mein Tempo durch und musste gegen Ende wirklich kämpfen, wurde aber hervorragender 7.!

 

3.Etappe, Schonach - Engen, 99km -1080hm

 

Finale furioso

Direkt nach 10km entkamen 3 Fahrer, die später auch den Sieg unter sich ausmachen sollten.

Die Etappe war brutal schnell und nicht selektiv, da es vorwiegend leicht bergab ging und somit waren wir 20km vor dem Ziel immernoch ca. 50 Mann.

Dann jedoch ging die Post ab, einer nach dem anderen mussten sich Fahrer verabschieden.

Ich musste auch richtig leiden, schaffte es aber mich in der Favoritengruppe zu halten und den 6.Rang in der Gesamtwertung zu verteidigen!

 

4. Etappe, Engen - Murg, 115km - 2000hm

 

Defektpech auf der längsten Etappe

Bis Kilometer 75 war ich wieder in der Spitzengruppe unterwegs - dann passierte es. In einer schnellen Abfahrt flog ein großer Stein in mein Vorderrad und beschädigte meine Felge derartig, dass ich Luft verlor.

Durch insgesamt 3 Reperaturstopps verlor ich viel Zeit doch nach der Etappe fand ich mich immernoch auf dem 8.Rang der Gesamtwertung wieder.

 

5. Etappe, Murg - Feldberg, 65km - 2050hm

 

Leere Beine auf der letzten Etappe auf den Feldberg

Nach der ersten Rennstunde musste ich die Spitzengruppe fahren lassen, die Strapazen der letzten Tage machten sich nun doch bemerkbar und ich musste mein eigenes Tempo fahren, es ging einfach nicht schneller.

Ich kämpfte mich so durch und am letzten Ansteig von der Menzenschwand auf den Feldberg, konnte ich nochmal Druck machen und überquerte total kaputt, aber glücklich die Ziellinie, wo ich bemerkte, dass ich gar nicht allzu viel Zeit verloren hab!